Wahrscheinlichkeitstheorie - 4.10.2007
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Theorem 1.2
Sei
ein Wahrscheinlichkeitsraum. Dann gilt
-
-
(Monotonie von P)
-
-
-
und paarweise disjunkt
(endlich Additivität von P)
-
(Sub Additivität)
Gilt genauso für endliche Vereinigungen:
Beachte:
müssen nicht paarweise disjunkt sein.
-
Beweis zu 4.
, wobei
Jetzt gilt wegen 5.
Theorem 1.3
Sei
ein Wahrscheinlichkeitsraum. Dann gilt
-
und
für alle
.
Setze

genauer
. (Stetigkeit von unten -- monoton wachsend von unten)
-
für alle
.
wobei 
(Stetigkeit von oben)
Beweis zu 1.
Definiere
Dann sind
paarweise disjunkt und es gilt
Das Lebesguemaß auf
der Gleichverteilung auf
Sei
das System aller Intervalle der Form
.
Auf
haben wir
)
Sei
das System aller Mengen
die sich als endliche, paarweise disjunkte Vereinigung von Elementen aus
schreiben lassen:
ist eine Algebra auf
:
-
-
dh.
-
dh.
Diese Vereinigungen von oben sind also entweder leere Mengen oder halboffene Intervalle.
Es bleibt zu überlegen, warum aus
folgt, dass
:
Es gilt klarerweise
. Wir wollen eine Abbildung haben
. Dafür nehmen wir:
Für
Man kann folgendes zeigen: Ist
, dann gilt:
und somit ist
wohldefiniert auf
und erweitert die Definition für Elemente aus
.
Es gilt:
Beispiel:
Seien
Es sollte gelten:
da die A_i paarweise disjunkt sind und
und in weiterer Folge gilt dann
Wir wollen also zeigen:
und
, also dass
-additiv auf
ist.
Erste Überlegung dazu:
Seien
Dann
Ausserdem
Es folgt, dass
ist, d.h. das B_l ist eine pd-Vereinigung gewisser abzählbarer A_ij. Anders gesagt: Ist (a,b] eine abzählbare disjunkte Vereinigung von Intervallen (a_i,b_i], dann gilt:
.
